Geburtenrate in Deutschland 2011 - Kinder pro Familie in Ost und West

Geburtenraten, Geburtenrate in der Monatsübersicht für Deutschland 2010 und 2011
Daten: Rostocker Zentrum zur Erforschung
des Demografischen Wandels
Rostock  (2010 / 2011)
Entwicklung | Fakten
Im Jahr 2010 betrug die Geburtenrate pro Frau in Deutschland 1,37. Das Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demographischen Wandels errechnet die Geburtenraten pro Monat um Trends innerhalb eines Jahres darzustellen.

Interessant ist auch der innerdeutsche Vergleich zwischen alten und neuen Bundesländern. Auffällig ist, dass die Geburtenrate im Osten durchgängig höher ist. Desweiteren verzeichneten die neuen Bundesländer im Jahr 2010 vornehmlich positive Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr, während die Geburtenraten in den alten Bundesländern 2010 überwiegend geringer ausfielen als 2009.

Im internationalen Vergleich wird noch einmal deutlich, wie gering die gesamtdeutsche Geburtenrate ist. Zusammen mit anderen entwickelten Nationen, tummelt sich Deutschland im hinteren Feld der Geburtenstatistik, weit abgeschlagen vor allem von afrikanischen Ländern. Auffällig ist die direkte Korrelation von Entwicklungsstand und Geburtenrate. So werden z.B. auch in Japan nicht mehr Kinder pro Frau geboren, als in den europäischen Ländern.

Im September 2011 korrigiert die Max-Planck-Gesellschaft die Geburtenrate für Deutschland auf 1,6 Kinder pro Frau. Bei der Prognose aktueller Geburtenzahlen wurde bislang nicht berücksichtigt, dass Frauen im Schnitt immer später Kinder bekommen, wodurch die errechneten Werte tendenziell zu niedrig ausfielen. In der Berechnung der neuen Geburtenrate wurde dieser Tempo-Effekt berücksichtigt.

Graphik mit einer Übersicht über internationale Geburtenraten
Zahlen: United Nations Population Division UN Populations Division