Politik | Nachgehakt
In diesen Tagen wird in Stockholm und Oslo wieder die Vergabe der Nobelpreise bekanntgegeben. Zwei Jahre liegt es zurück, dass der Friedensnobelpreis an den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama ging. Eine Entscheidung, die man vor allem rückblickend nur mit völligem Unverständnis zur Kenntnis nehmen kann. Aktuell häufen sich die Pressemeldung von durch US-Drohnen zu Tode gekommenen Menschen, mutmaß- lichen Terroristen.
Was hat es mit diesem Drohnenkrieg auf sich? Die breite Öffentlichkeit hat erstmals mit dem Zugriff auf Osama Bin Laden erfahren, wie das US Militär in fremdes Territorium eindringt um eigene sicherheitspolitische Ziele zu verfolgen - ohne Absprache mit der jeweiligen Regierung, im Fall Bin Ladens die Pakistans. Doch während der Fall Bin Laden es scheinbar erforderte, ein Einsatzkommando im Helikopter zu schicken, finden inzwischen fast täglich Angriffe aus wesentlich dezentere aber nicht weniger tödliche Art und Weise statt. Medienberichten zufolge, hat die US-Regierung unter Obama inzwischen in sechs Ländern ferngesteuerte Drohnen eingesetzt um gezielt mutmaßliche Terroristen zu töten: In Pakistan sowie im Irak, in Libyen, in Afghanistan, in Somalia und im Jemen.