Freiheit heißt Rücksicht - Fundstück der Woche


"Wenn ich nicht weiß und du nicht weißt, was Freiheit heißt, wofür haben wir dann gelebt?"
Zur Abwechslung hier ein wirklich beeindruckendes Fundstück. Ganz egal, ob man nun Fan der Söhne Mannheims ist oder nicht, in diesem Song stecken wirklich tolle Aussagen über einen scheinbar universellen Traum der Menschheit: Freiheit. Beeindruckend ist auch das Bildmaterial. Einfach mal reinhören.

Der Sinn für Demokratie im Machtkampf der Parteien

Während in vielen Regionen der Erde Bevölkerungen noch für Freiheit und Demokratie kämpfen, macht sich vor allem bei uns im Westen immer mehr ein allgemeines Ressentiment breit. Leere Wahlversprechen, scheinbar unqualifizierte Politiker und allzu langwierige Entscheidungsfindungsprozesse, haben bei vielen eine Politikverdrossenheit hervorgerufen. Tatsächlich scheint die Demokratie in Zeiten des allgemeinen Wohlstandes und der Stabilität an ihre Grenzen zu stoßen. Oft entsteht der Eindruck, oberste politische Maxime sei die Machterhaltung, nicht das Allgemeinwohl. Tatsächlich scheint innerhalb von nur wenigen Politikergenerationen ein Gefühl verloren gegangen zu sein, dass die deutsche Politikt in den Jahrzenten nach dem zweiten Weltkrieg prägte: Dankbarkeit für die demokratisch-freiheitlich Verfassung des Landes.

Die Occupy Bewegung - Jetzt werden Grafikdesigner wach

Internet | Aufgefallen
Der Occupy-Bewegung wird derzeit oft vorgehalten, ihr fehlten klare Ziele, die Bewegung sei zu unorganisiert und diversifiziert. Mit gutem Recht kann man argumentieren, dass gerade diese Attribute die Bewegung so stark machen. Dennoch hat sich eine Gruppe Designer zusammengefunden, die dazu aufruft, Forderungen graphisch, z.B. in Form von Infographiken, darzustellen. Diese werden Interessierten auf http://occupydesign.org zur Verfügung gestellt und können z.B. direkt ausgedruckt werden. Noch ist die Auswahl der Graphiken sehr einseitig, doch einige der bisherigen Entwürfe sind durchaus interessant.

Studie: Bridging the Economic Divide in Urban Areas of Namibia - Townships within the Local Economic Development framework


An dieser Stelle möchte ich eine Studie vorstellen, die ich im Frühjahr 2011 nach viermonatiger Recherche in Namibia fertigstellte. Kernthema ist das wirtschaftliche Potential von Townships bzw. dort ansässigen Mikrounternehmen in Namibia. In Folge der Kolonialisierung durch Deutschland ab 1884, wurde die namibische Bevölkerung systematisch aus ihren Lebensräumen verdrängt. Auch als das mit Großbritannien alliierte Südafrika die Kolonie im Zuge des ersten Weltkrieges 1918 einnahm, verbesserte sich die Situation nicht. Vielmehr verfestigte die als Apartheid bekannte Politik Südafrikas die Trennung von schwarz und weiß systematisch. Die schwarze Bevölkerung wurde aus den Innenstädten verdrängt und per Gesetz von jeglicher wirtschaftlicher Tätigkeit abgehalten.

Erst über ein Jahruhundert nach der Besetzung des Landes, folgte die Unabhänigigkeit im Jahre 1990 jahrelangen Widerstandskämpfen und politischen Tauziehen. Seit nun über 20 Jahren setzt sich die erste unabhängige Regierung des Landes dafür ein, diese systematisch angelegten Unrechtmäßigkeiten rückgängig zu machen und Chancengleichheit für alle zu garantieren. Nach zwei Jahrzehnten lässt sich rein optisch kaum ein Fortschritt erkennen. Die Städte des 2 Millionen Einwohner starken Landes sind weiterhin klar in Stadtkerne und Townships unterteilt, nur in wenigen Stadtvierteln integriert sich die weiße Minderheit in die einheimische Gesellschaft.

Chinas Handelsbeziehungen mit Afrika werden politisch

Foto des Dalai Lama, geistliches Oberhaupt Tibet
Foto: Flickr Nutzer rajkumar1220
Politik | Aufgefallen
Wenn der Dalai Lama, wie aktuell geschehen, kein Einreisevisum für Südafrika erhält und seine Reise daher absagt, dann ist das ein Zeichen einer politischen Entwicklung, die viel tiefergreifender ist, als es zunächst den Anschein macht.
Das geistliche Oberhaupt der Tibeter hatte einen Besuch bei Desmond Tutu geplant, der heute seinen 80. Geburtstag feiert. Doch es kam alles anders als die südafrikanische Botschaft in Indien erklärte, den Visumsantrag des Dalai Lama "verlegt" zu haben.

Es braucht nicht viel um den wahren Grund der verhinderten Einreise zu erkennen. Nachdem der Dalai Lama sowohl 1999 als auch 2004 nach Südafrika reiste, als offizieller Gast der jeweils amtierenden Präsidenten Nelson Mandela und Thabo Mbeki, erhielt er schon 2009 kein Visum für das von Jacob Zuma regierte Südafrika. Was die Amtszeiten von Mandela und Mbeki einerseits und Zuma andererseits unterscheidet, sind vor allem die sich verändernden Machtverhältnisse im Bezug auf die Wirtschaftsbeziehungen des Landes.

Monatsfotos Oktober

Fischerboote in Kerala, Indien
Fischerboote in Kerala, Indien © J.Laufs
Sonnenuntergang in der Wüste Namib, Namibia
Sonnenuntergang in der Wüste Namib © J.Laufs
Bus und Passagiere beim Einladen in Simbabwe
Busverkehr in Simbabwe © J.Laufs

Kein Stück vom Himmel - Der stille Drohnenkrieg der USA

Photo: Christopher S. Johnson - Official U.S. Navy Imagery auf Flickr
Politik | Nachgehakt
In diesen Tagen wird in Stockholm und Oslo wieder die Vergabe der Nobelpreise bekanntgegeben. Zwei Jahre liegt es zurück, dass der Friedensnobelpreis an den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama ging. Eine Entscheidung, die man vor allem rückblickend nur mit völligem Unverständnis zur Kenntnis nehmen kann. Aktuell häufen sich die Pressemeldung von durch US-Drohnen zu Tode gekommenen Menschen, mutmaß- lichen Terroristen.
Was hat es mit diesem Drohnenkrieg auf sich? Die breite Öffentlichkeit hat erstmals mit dem Zugriff auf Osama Bin Laden erfahren, wie das US Militär in fremdes Territorium eindringt um eigene sicherheitspolitische Ziele zu verfolgen - ohne Absprache mit der jeweiligen Regierung, im Fall Bin Ladens die Pakistans. Doch während der Fall Bin Laden es scheinbar erforderte, ein Einsatzkommando im Helikopter zu schicken, finden inzwischen fast täglich Angriffe aus wesentlich dezentere aber nicht weniger tödliche Art und Weise statt. Medienberichten zufolge, hat die US-Regierung unter Obama inzwischen in sechs Ländern ferngesteuerte Drohnen eingesetzt um gezielt mutmaßliche Terroristen zu töten: In Pakistan sowie im Irak, in Libyen, in Afghanistan, in Somalia und im Jemen.

Geburtenrate in Deutschland 2011 - Kinder pro Familie in Ost und West

Geburtenraten, Geburtenrate in der Monatsübersicht für Deutschland 2010 und 2011
Daten: Rostocker Zentrum zur Erforschung
des Demografischen Wandels
Rostock  (2010 / 2011)
Entwicklung | Fakten
Im Jahr 2010 betrug die Geburtenrate pro Frau in Deutschland 1,37. Das Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demographischen Wandels errechnet die Geburtenraten pro Monat um Trends innerhalb eines Jahres darzustellen.

Interessant ist auch der innerdeutsche Vergleich zwischen alten und neuen Bundesländern. Auffällig ist, dass die Geburtenrate im Osten durchgängig höher ist. Desweiteren verzeichneten die neuen Bundesländer im Jahr 2010 vornehmlich positive Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr, während die Geburtenraten in den alten Bundesländern 2010 überwiegend geringer ausfielen als 2009.

Im internationalen Vergleich wird noch einmal deutlich, wie gering die gesamtdeutsche Geburtenrate ist. Zusammen mit anderen entwickelten Nationen, tummelt sich Deutschland im hinteren Feld der Geburtenstatistik, weit abgeschlagen vor allem von afrikanischen Ländern. Auffällig ist die direkte Korrelation von Entwicklungsstand und Geburtenrate. So werden z.B. auch in Japan nicht mehr Kinder pro Frau geboren, als in den europäischen Ländern.

Dienstreise nach Rom: Annette Schavan ist ein Segen für den deutschen Steuerzahler - und für Europa

Foto von Flickr Nutzer AndreasSchepers
Politik | Satire
Es ist mal wieder an der Zeit ein Machtwort zu sprechen. Schon wieder haben die Medien einen Sündenbock in der Politik gefunden. Annette Schavan soll Steuergelder verschwendet haben, lautet der Vorwurf. Dabei wird vergessen, dass es im Kern um eine heilige Sache ging: einer Audienz bei Papst Benedikt. Dass sämtliche Vorwürfe komplett haltlos sind, macht folgende Rechnung sehr deutlich. Annette Schavan hat Steuergelder gespart, denn sie hatte folgende Möglichkeiten: